Versteckte Kosten in der Hochzeitsplanung

6. September 2021

Eine Hochzeit zu planen ist eine aufregende und sehr umfassende Aufgabe. Ihr müsst an vieles denken, wahhnsinnig vieles entschieden und am Besten nichts vergessen. Besonders was das Hochzeitsbudget angeht, ist gute Listenführung ein absoluter Vorteil. Bei den Kosten für eine Hochzeit denkt ihr vermutlich zuerst an Essen, Getränke, Location, Blumen oder Kleider. Aber es gibt viele Kleinigkeiten, die häufig gar nicht bedacht werden. Genau dieses Kleinvieh macht am Ende aber überraschend viel Mist!

Deswegen verrate ich euch heute ein paar Fallen in der Budgetplanung.

Kleingedruckte Kosten in der Hochzeitslocation

Als Hochzeitsplaner sichte ich natürlich Unmengen an Verträgen mit Hochzeitslocations. Was alles erlaubt, verboten, enthalten ist, ist komplett unterschiedlich. Und das kann euch zum Verhängnis werden. Prüft genau, ob Dekorationsgegenstände wie Kerzenständer und Kerzen oder Stuhlhussen im Preis schon enthalten sind oder extra bezahlt werden müssen. Manchmal gibt es Zusatzkosten für runde Tische oder Stoffservietten oder den Umbau des Raumes. Häufig wird der Aufbau einer freien Trauung extra berechnet.

Extrakosten fallen auch oft an, wenn ihr eine externe Hochzeitstorte mitbringt, oder eure Gäste das Kuchenbuffet aus mitgebrachten Kuchen bestücken. Dann fällt das sogenannte Tellergeld an, eine Gebühr für den bereitgestellten Service, Geschirr etc.

Viele Locations erheben ab Mitternacht oder 1 Uhr auch eine Servicepauschale, eine Art Überstundengebühr.

All diese Punkte können sich schnell zu einem nicht unerheblichen Berg an Kosten auftürmen, die ihr nicht auf der Liste hatttet. Also die Bedingungen und Verträge wirkich genau lesen und wenn solche Sachen nicht aufgeführt sind: Nachhaken!

Hochzeitsplanung Kosten Trauung

Kosten bei Behörden und der Trauung

Für eine rechtlich bindende Eheschließung gibt es in Deutschland nur den Weg zum Standesamt, ein staatlich beauftragter Beamte muß die Ehe schließen. Und dafür fallen – wie bei den meisten Behördensachen – Gebühren an, von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich viel. Wenn ihr in einer anderen Gemeinde heiratet als in der, in der ihr gemeldet seid, verdoppelt sich das ungefähr, denn dann ist es mehr Behördenaufwand. Oft fallen für die Trauung in einer Außenstelle, für das spielen von Musik oder für das Stammbuch auch Kosten an. Da kommen schnell ein paar hundert Euro zusammen.

Auch eine kirchliche Trauung ist nicht umsonst. Meistens wird eine feste Summe für das Bereitstellen eines Organisten, Mesners oder von Ministranten erhoben. Aber auch für die Nutzung der Kirche wird eine Spende erwartet. Und nicht selten gibt es eine recht genaue Vorstellung über die Mindesthöhe dieser Spende 😉 Da fragt ihr am Besten direkt nach, was üblich ist in eurer Kirchengemeinde.

Und natürlich müsst ihr, wenn ihr den Namen eures Partners angenommen habt, eure ganzen Dokumente ändern lassen. Mit welchen Kosten ihr da rechnen müsst ist völlig unterschiedlich, manches ist auch kostenlos. Aber ein neuer Personalausweis liegt etwa bei 30 Euro oder ein Reisepass zwischen 60 und 80 Euro, eine neue EC-Karte kann 15 Euro kosten.

Trinkgelder

Das in der Gastronomie Trinkgelder dazu gehören, ist bekannt und den meisten Hochzeitspaaren auch klar. Das Trinkgeld für die Kellner*innen ist nicht im Preis der Location enthalten und sollte von euch extra bezahlt werden.
Aber worum geht es eigentlich beim Trinkgeld? Es ist eine Wertschätzung, damit sage ich dem Dienstleistenden “Danke”. Und wenn ihr das Gefühl habt, eure beteiligten Dienstleistenden haben einen richtig tollen Job gemacht, sagt ihnen “Danke”. Vielleicht mit einem Trinkgeld, einem Gutschein oder auch mit einer süßen Kleinigkeit. Das ist gar kein Muss, außer in der Gastronomie wird das nicht von euch erwartet. Aber die meisten von uns freuen sich riesig über eine solche Wertschätzung! 🙂

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Kleidung und Accessoires

Als Hochzeitsplaner werde ich oft nach Tipps gefragt, deswegen habe ich auch schon einen Blogartikel zum Thema Brautkleidkauf geschrieben. Oft gehen Hochzeitspaare mit einer Budgetvorstellung an die Outfitsuche heran und das ist gut so. Was sie aber häufig vergessen, sind die Kosten für Anpassungen und Accesssoires. So kann aus einem Brautkleid für 1500 Euro schnell ein Kleid für 1750 Euro werden und der passende Schleier kostet auch nochmal 200. Und auf ein mal sind es fast 500 Euro mehr als eigentlich geplant. Auch beim Anzug kann das schnell passieren. Passende Fliege oder Hosenträger, Manschettenknöpfe, ein besonderes Einstecktuch, extravagante Schuhe, Zack, Budget gesprengt!
Wenn ihr also 1500 Euro für ein Kleid ausgeben wollt, zieht schon vorher was ab für Extras. So bleibt ihr in eurem gesetzten Rahmen und habt hinterher kein schlechtes Gewissen!

Wie ihr seht ist die Budgetplanung eine heikle Sache mit vielen versteckten Details. Ein paar Tipps dazu findet ihr auch in diesem Beitrag zum Budget. Oder wir schauen uns eure Budgetplanung gemeinsam an, im Rahmen von “Mrs. Coach“.

Chrissie ♥ Hochzeiten

Fotos: Flo Fotografie und Melpomeni Photography

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