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Was kostet eine Hochzeit?

Naja, das ist wie die Frage „Was kostet ein Auto?“. Vom Spielzeugauto bis zum Maserati ist alles dabei, alles möglich. Letztlich kommt es darauf an, was ihr möchtet und bereit seid, dafür auszugeben.

Was kostet eine Hochzeit durchschnittlich?

Es gibt viele Aufstellungen und Listen zu dem Thema. Ich habe bisher keine gesehen, die ich wirklich realistisch fand. Egal, ob auf Blogs oder in Büchern. Was nämlich häufig vergessen wird: Preise sind sehr schnell veraltet und regional extrem unterschiedlich. So kann man in Mecklenburg-Vorpommern mit 10.000 Euro sehr viel mehr möglich machen als in der Region München.

Durchschnittliche Kosten sagen eben selten mehr aus als: es gibt viel darüber und viel darunter. Die eigentliche Frage ist aber eine ganz andere.

Was ist euch eure Hochzeit denn wert?

Wenn ich vom Hochzeitsbudget spreche, habe ich dabei immer den Tag der Hochzeitsfeier im Kopf. Rahmenkosten, wie Kleid, Anzug und Ringe sind so individuell, dass sie hier außen vor bleiben.

Wieviel Geld könnt ihr bis zum Hochzeitstag aufbringen? Gibt jemand (zB Eltern) etwas dazu?
Was ist euch wichtig am Tag eurer Hochzeit?
Wie stellt ihr euch die Hochzeit vor?

Nun müsst ihr versuchen, die Schnittmenge zu finden: Wie viele Wünsche lassen sich mit dem gefühlten Budget realisieren? Welche Punkte sind euch so wichtig, dass ihr dafür bereit seid, das Budget anzupassen?

Legt ein Wunschbudget und ein Maximalbudget fest und behaltet dieses während der gesamten Planungszeit im Auge.
Das Wunschbudget, ist die Summe, mit der ihr euch am Besten fühlt und das Maximalbudget, die Summe, die auf gar keinen Fall überschritten werden darf. Nicht, dass euch beispielsweise eine kaputte Waschmaschine die Fotobox kostet.
Versucht bei der Kostenplanung immer an das Wunschbudget zu denken.

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Eine grobe Übersicht, was eine Hochzeit in München kostet

  • Miete für Location, Möbel, Dekoration: 0 – 8000 €
  • Speisen, Getränke: 100 – 250 € pro Gast
  • Freier Redner*in: 800 – 1500 €
  • Fotograf*in (ca 8h): 1500 – 3000 €
  • Videograf*in (ca 8h): 2000 – 3500 €
  • Blumendekoration: 1500 – 3500 €
  • DJ*ane: 1500 – 2500 €
  • Band: 3000 – 10.000 €
  • Wedding Day Manager/Zeremonienmeister*in: 1000 – 2000 €
  • Fotobox: 250 – 1000 €
  • Haare & Makeup: 300 – 550 €
  • Brautkleid: 1000 – 3000 €

Das ist natürlich eine sehr grobe Übersicht und an einigen Stellen abhängig von der Gästezahl, dem Umfang, der Dauer der Buchung, Saisonaler Verfügbarkeit, und und und…

Sicher ist, der Markt der Hochzeitsdienstleistenden ist in den letzten Jahren explodiert und die Preise sind auch gestiegen. Aber eben auch die Professionalität und der Service. Für professionelle Hochzeitsdienstleistende muss das Hochzeitspaar einen guten Preis bezahlen und ich verspreche euch aber – sie sind es wert!

Spart man am Preis, spart man häufig an der Qualität. Es gibt zwar immer wieder richtig gute Newcomer, die einen super Preis anbieten, ich selbst arbeite gerne auch mit Kolleg*innen zusammen, die noch relativ neu am Markt sind. Diese habe ich allerdings kennengelernt und mit meiner Erfahrung und meinem Hintergrundwissen auf ihre Professionalität und ihr Fachwissen „geprüft“. Kennt man sich nicht so gut aus, kann man da schnell in die „Billig-Falle“ tappen.

Grundsätzlich sind Gäste immer ein Kostentreiber, denn Essen und Getränke gehen schnell ins Geld, ebenso die Blumendekoration. Mehr Gäste = mehr Tische = mehr Blumen. Also schaut euch gut an, wen ihr auf eure Gästeliste setzt.
Auch Details und Kleinkram summieren sich, deswegen ist es sinnvoll, wenn ihr euch eine Liste macht, in die ihr die Ausgaben eintragt. So verliert ihr nicht den Überblick.

Wie ihr sehr ist die Budgetplanung eine heikle Sache. Ein paar Tipps dazu findet ihr auch in diesem Beitrag zum Budget. Oder wir schauen uns eure Budgetplanung gemeinsam an, im Rahmen von „Mrs. Coach„.

Ich hoffe, ich konnte euch helfen, die Frage „Was kostet eine Hochzeit?“ für euch selbst besser zu beantworten. Denn es kommt ganz individuell darauf an, was ihr euch wünscht und bereit seid, dafür zu bezahlen.

UPDATE:

Das Jahr 2022 bringt, wie jedes Jahr, einiges an Veränderungen mit sich und in diesem sind es starke Preisanstiege. Besonders durch massiv gestiegene Energiekosten und Lieferengpässe steigen die Preise auch in der Hochzeitsbranche.
Beispielsweise kostet ein A2 Willkommensschild in der Produktion das doppelte, wie im letzten Jahr – wegen der stark angestiegenen Rohstoffpreise wegen Lieferproblemen. Auch die Verpflegung der Gäste und die Blumendekoration wurden deutlich teurer und werden auch für 2023 weiter steigen.

Auch ich als Hochzeitsplanerin kann euch nicht genau sagen, wie sich die Preise entwickeln, manche Locations nennen schon gar keine Kosten mehr für Menüs in 2023. Einfach um sich selbst abzusichern gegen Diskussionen mit gebuchten Hochzeitspaaren. Zum Glück ist das noch selten, aber Nachkalkulationen gab es schon 2022 häufig.

Daher habt dies bei den von mir genannten Preisspannen im Hinterkopf, auch wenn ich versuche, sie immer recht aktuell zu halten.

Chrissie ♥ Hochzeiten
Your day, your way! – Hochzeitsplaner München

PS: Danke, liebe Coco, für das Foto!